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The Foundation-Stones of Culture
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The Primal Jump as a Bungee-Jump
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Der Ur-Sprung als Bungee-Sprung
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Geburt, Jagd und Krieg in steinzeitlichen Fels- ritzungen
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hellblauPix.jpg (477 bytes) Anhang

Zeitungsartikel

Die Tiefe lockt sie an, Münchner Abendzeitung, 6.12.83; Sie hängen ihr Leben an ein dünnes Gummiband, PM-Magazin 5/90; Der Mensch als Jo-Jo, Zeit, 14.12.90, S.86; Abwärts, Hamburger Abendblatt, 20.4.91, Journal S.3; Aus sechzig Metern kopfüber in den Drei-Sekunden-Nervenkitzel, Der Morgen, 6.5.91, S.11; Das Leben hängt am Gummiseil, Süddeutsche Zeitung, 10.5.91, S.16; Der Rausch des Sturzes, Stuttgarter Zeitung, 7.6.91, S.19; Sprünge ins Nichts, Spiegel, 24.6.91, S.216; High sein-frei sein, Stern, 27.6.91, S.162; Die Stunde der Flieger, Sport Magazin, 1.7.91, S.99; Der tiefe Sturz ins Glücksgefühl, Süddeutsche Zeitung, 15.7.91, S.3; Die große Freiheit kostet hundert Mark, Welt, 27.7.91, S.17; Spiel mit dem Tod, Hamburger Abendblatt, 1.8.91, S.9; Leben am Gummiband, Hamburger Rundschau, 8.8.91, S.5; Abstieg vom Elefanten, Spiegel, 26.8.91, S.90; Wie ein Jo-Jo zwischen Himmel und Erde, Welt, 13.9.91, S.28; Suicidus interruptus für furchtlose Hanseaten, Taz, 13.9.91, S.28; und läßt sich einfach vorne überfallen, Hamburger Morgenpost, 13.9.91, S.12; Freier Fall mit kommerziellen Kalkül, Taz, 16.9.91, S.28; Der Spaß an der Angst, Hamburger Abendblatt, 16.9.91, S.9; Einmal Hölle und zurück. Bungee-Sprung: High & frei, Petra, 1.10.91, S.219; Angehimmelt von Blondinen, Frankfurter Rundschau, 26.10.91, ZB S.6; Kick am Gummiseil, Kölner Stadtanzeiger,9.11.91, ZB S.1; A-Z. Bungee, Geo-Wissen: Risiko, 2.3.92, S.172; Nach Bungee-Sprung für immer gelähmt ? , Hamburger Morgenpost, 2.6.92, S.5; Der Abseiler aus Wernigerode, Hannoversche Allgemeine, 23.6.92, S.10; Einen Moment lang glaubst du zu fliegen, Süddeutsche Zeitung, !8.7.92, S.21; Die Lust an der Angst, PM-Magazin, 21.8.92, S.8; Spring mal ins Nichts, Zeit-Magazin, 21.8.92, S.12; TV-Lüge: Plötzlich waren Lindas Haare kürzer, BamS, 1.11.92, S.1


XVI. Legende von einem Banyanbaum
(aufgezeichnet von Élie Tattevin, Mythes et légendes du sud de l´île Pentecôte, Anthropos/26, 1931, S.509-12)

Einstmals kamen geflügelte Wesen, Männer und Frauen, um in dem Fluß Watün zu baden. Sie kamen von jenseits des Meeres, nahmen ihr Bad und flogen wieder davon.
Eines Tages, als sie wieder badeten, beobachtete sie ein Man aus dem Dorf Lon Bwilí. Er begehrte eine Frau, obwohl er bereits eine hatte. Wenn diese Wesen ihr Bad nahmen, legten sie ihre Flügel am Ufer ab, um sie nachher wieder anzulegen. Eine Frau setzte ihr Kind neben ihre Flügel und sagte zu ihm: Bewache diese Flügel, denn ich will baden. Und sie badeten, badeten .....
Als der Mann sie tauchen sah, nutzte er diesen Augenblick, um sich der Flügel dieser Frau zu bemächtigen, und versteckte sie im Erdboden. Die Badenden kamen ans Ufer zurück, und die Frau fragte ihr Kind: Wo sind meine Flügel? Das Kind erwiderte: Ein Mann ist aus dem Busch gekommen und hat sie mitgenommen. Die Frau suchte ihre Flügel überall, ohne sie zu finden, und begann zu weinen.
Nach dem Bad flogen alle davon. Nun zeigte sich der Mann am Ufer und fragte: Was tut ihr hier? Die Frau erwiderte: Ich hatte das Kind hier zurückgelassen und meine Flügel neben ihm abgelegt. Nach unserem Bad habe ich es gefragt , wo meine Flügel seien, und es hat mir erwidert, daß ein Mann sie fortgenommen habe. Der Mann sagte: Wohin wollt ihr jetzt gehen? Kommt mit mir. Und sie brachen auf. Die Frau und ihr Kind wohnten so lange Tage bei diesem Mann.
Eines Tages fragte sie dieser Mann aus: Woher kommt ihr? Werdet ihr fortgehen? Als die Frau dies hörte, begann sie zu weinen. Sie saß auf dem Balken, der das Haus in zwei Teile teilt. Ihre Tränen flossen und ergossen, ergossen sich, und ihr Strom legte die Flügel frei. Sie sieht ein Stück der Flügel und ruft: Sieh an, meine Flügel! Sie entfernte die Erde, nahm die Flügel und versteckte sie, damit die erste Frau des Mannes sie nicht sah. Ihr Kind auf dem Arm tragend lief sie zum Ufer des Flusses Watsün. Sie legte ihre Flügel an und flog zu dem Ort, von dem sie gekommen war.
Der Mann kam aus dem Versammlungshaus und betrat sein Haus. Er fragte seine erste Frau: Wo sind die Frau und dasKind? Sie erwiderte: Ich weiß nicht, wohin sie gegangen sind. Die Frau sagte: Du hast mit ihnen geschimpft. Der Mann sagte: Von wo sind sie aufgebrochen? Sie erwiderte: Sie saßen dort auf dem Balken und weinten, dann sind sie aufgestanden und fortgegangen. Der Mann begriff, daß sie gefunden hatte, was von ihm vergraben worden war. Er schaute nach, und das Loch war noch vorhanden. Er sagte zu sich selbst: Sie sind geflohen und nach Hause zurückgekehrt.
Der Mann fertigte sich Pfeile, fertigte, fertigte sich viele Pfeile. Er ging fort, ging und ging zu dem Felsen namens Mut. Er spannte seinen Bogen und schoß, und der Pfeil bohrte sich in den Ast des Banyanbaums , der neben dem Haus der beiden Geflüchteten stand. Er spannte seinen Bogen und schoß, und der Pfeil bohrte sich in das Ende des ersten. Er spannte seinen Bogen und schoß, und ein weiterer Pfeil bohrte sich in das Ende des zweiten, und so fort, bis die Pfeile bei ihm anlangten. 
Sodann nahm er eine Luftwurzel des Banyanbaumes, legte sie auf die Pfeile und sie rollte sich ab, rollte sich ab und erreichte den Ast des Banyanbaums, der neben dem Haus der Frau stand. Dann ging der Mann fort. Er nahm in seinem Dorf Lon Bwilí seinen Korb, in den er Früchte legte: Mandeln, Früchte des Katappenbaums , Früchte des Brotbaums, nahm den Korb und ging. Er lief über die Wurzel des Banyanybaums, lief, lief und setzte sich auf den Ast, in dem der erste Pfeil steckte. Und er schaute sich um.
Das Kind dieser Frau spielte am Bach und betrachtete das Spiegelbild des Himmels auf dem Wasser. Der Mann nahm eine Frucht und warf sie hinab. Das Kind nahm sie auf und lief ins Haus. Es sagte zu seiner Mutter: Mutter, schau, ich war am Bach als dies herabfiel, und ich habe es aufgehoben. Die Mutter sagte: O weh! Das ist die Frucht, die wir in dem Dorf gegessen haben, aus dem wir geflohen sind. Das Kind legte die Frucht hin und ging wieder hinaus. Der Mann warf eine weitere Frucht hinab. Das Kind hob sie auf, lief ins Haus und sagte zu seiner Mutter: Mutter, schau, ich war am Bach, dort, als dies herabfiel, und ich habe es aufgehoben. Und die Mutter sagte: O weh! Das ist die Frucht, die wir in dem Dorf gegessen haben, aus dem wir geflohen sind. Das Kind legte die Frucht hin und lief hinaus. Der Mann warf eine dritte Frucht. Das Kind hob sie auf und brachte sie zu seiner Mutter.
Die Mutter sagte zu ihrem Kind: Laß uns zusammen hinaus gehen. Und sie gingen hinaus. Sie fragte ihre Tochter: Von wo sind die Früchte herabgefallen? Das Kind antwortete: Von dort. Und die Frau schaute sich um und sah den Mann und sagte zu ihm: Was suchst du hier? Und der Mann erwiderte: Ich suche euch alle beide. Die Frau erwiderte ihm: Wie bist du hierher gekommen? Und der Mann antwortete: Ich bin auf einem Weg gekommen. Und die Frau fragte: Warum? Der Mann erwiderte: Ich will euch holen, nehmt alle eure Sachen. Sie wollten nicht, aber der Mann wollte es, und sie nahmen ihre Sachen, und die Mutter trug ihr Kind. Der Mann sagte: Laß mich das Kind tragen, und die Frau erwiderte: Nein, ich trage es lieber selbst; nimm du den Korb! Und der Mann nahm den Korb, und sie gingen.
Die Mutter trug ihr Kind, und sie nahm ein Steinbeil und legte es ins Gebüsch. Und der Mann sagte: Also los! Sie redeten, redeten.... Sie gingen und folgten dem Weg, auf dem er gekommen war, sie gingen und gingen. Als sie sich in der Mitte befanden, sagte die Frau zu sich: Gut! Sein Dorf ist weit entfernt, und unseres ebenfalls. Sie nahm das Messer, das sie hinter ihrem Rücken versteckt hatte, und schnitt den Weg durch.
Und der Mann fragte: Was tut ihr da? und schaute zurück. Und die Frau erwiderte ihm: Der Banyan ist zwischen uns dreien durchtrennt: der eine Teil führt in dein Dorf, der andere in das unsrige. So sprach sie, und zwischen ihnen lag eine tiefe Kluft. Der eine Teil führt den Mann zu dem Felsen Mut, der andere brachte die Frau in ihr Dorf zurück.


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